Zum Benediktiner in Eisbergen berufen?

Die Berufung zum Mönch war wohl schon immer ein besonderes Ereignis im Leben eines Menschen und der Kirche.

Der Ruf Gottes kann uns in jeder Lebenssituation treffen, auch wenn man nicht vorbereitet ist oder sich sogar unwürdig fühlt. Die Erwählung durch Gott, den Herrn, ist ein wunderbares Glück.

Der Herr beruft und erwählt in jedem Lebensalter, gleich, ob einer erst 18 oder schon 65 Jahre alt ist, und quer durch alle gesellschaftlichen Schichten und weltlichen Berufe.
 
Wer den benediktinischen Weg beschreitet, tut dies unter der hl. Regel als seiner Lehrmeisterin und dem Abt oder Novizenmeister als seinem Lehrer.  Dem heiligen Benedikt ist es wichtig, das der Postulant Gott sucht. Er soll nicht eigensinnig sein, sondern soll sich in die Gemeinschaft einfügen können. Er sollte die heilige Messe, das Stundengebet und das private Gebet lieben und darin Ausdauer zeigen.
 
Wird der Novize zur Profeß zugelassen, legt er vor Gott und seinen Heiligen die Gelübde der Ortsbeständigkeit, des Tugendwandels und des Gehorsams ab:

  • die stabilitas loci beinhaltet, daß der Mönch nicht von einem Ort zu anderen umherschweift, sondern in dem Kloster, in das er aufgenommen wurde, bis an sein Lebensende verbleibt.
  • Die convers(at)io morum besagt, daß der Mönch ein tugendhaftes Leben in Ehelosigkeit um des Himmelreiches willen führt.
  • die oboedientia beinhaltet, daß der Mönch seinen Eigenwillen dem Willen des Abtes unterordnet und bereitwillig ausführt, was seine Vorgesetzten anordnen. Der Abt darf aber nichts verfügen oder lehren, was gegen das Gebot des Herrn ist (RB 2, 4; 63, 2f.).