Kirche, Kloster, Gründung, Lehre und Leben

Der Anfang unserer Klostergemeinschaft begann 1976. Seit 1978 wohnten wir in Köln. Auf unsere Bitte hin schenkte uns die Trappistenabtei Westmalle 1979 die restlichen Chorbücher des alten Cistercienserofficiums.

Dadurch wurde uns ermöglicht, das Chorgebet im gregorianischen Choral feierlich zu singen.
Als Benediktinerabtei Mariae Himmelfahrt zu Köln wurde unser Kloster am 8. Dezember 1980 durch Monseigneur Germain (Bertrand-Hardy), Bischof von St. Denis (Französische Orthodoxe Kirche - Rumänisches Patriarchat), kanonisch errichtet.

Auf Geheiß der rumänischen Mutterkirche mußte Mgr. Germain 1984 seine Jurisdiktion auf Frankreich beschränken, und er durfte sie nicht in Deutschland über unsere Abtei ausüben. Daher mußten wir nach neuen kanonischen Heimat suchen.

Am 16. September 2009 zogen wir drei Mönche von Köln nach Eisbergen.

Ein denkwürdiges Ereignis und eine große Freude
Im Anschluß an das Bischofskonzil der Russischen Orthodoxen Kirche, das vom 2. bis 5. Februar 2013 in Moskau stattfand, besuchte uns der Vikarbischof von Manhattan, Seine Bischöflichen Gnaden Jerome (Shaw). Er stellte unser Kloster unter das Omophor des Ersthierarchen der Russischen Orthodoxen Kirche außerhalb Rußlands und Metropoliten von Ostamerika und New York, Seiner Eminenz Hilarion (Kapral).

Als ein ihm unmittelbar unterstelltes Kloster wurde unsere Bruderschaft am 9. Februar 2013 in seine Jurisdiktion aufgenommen.
Seitdem steht unser stauropegiales (exemtes) Kloster innerhalb der Westritus Gemeinschaften (Western Rite Communities) in der Russischen Orthodoxen Kirche außerhalb Rußlands, der Russian Orthodox Church Outside of Russia (ROCOR).

 

Als orthodoxe (rechtgläubige) und katholische (auf das Ganze bezogene) Benediktiner haben wir die Aufgabe und die Möglichkeit, das monastische und liturgische Erbe des christlichen Abendlandes zu bewahren und weiterzugeben.

Wir feiern die hl. Messe - in der Kontinuität aller christlichen Jahrhunderte - in der Form, die Papst Pius V. auf der Grundlage der altehrwürdigen Überlieferung der römischen Kirche herausgegeben und für alle Zeiten angeordnet hat. So müssen wir nicht die liturgischen Brüche und modernistischen Neuschöpfungen Roms der beiden letzten Jahrhunderte übernehmen.
 
Mag sich auch unsere römisch-benediktinische Art zu beten von der unserer östlichen Geschwister in nicht wenigen Nuancen unterscheiden, so ist es doch ein und dasselbe Mysterium, das am Altar vollzogen wird.

Das Geheimnis des Glaubens ist das Opfer Christi. Auf Golgatha wurde Christus als unser Osterlamm geschlachtet. In der himmlischen Herrlichkeit bringt Er als das Lamm Gottes (Agnus Dei) dieses einmalige Opfer Seines Leibes und Blutes beständig am erhabenen Altar, dem Altar in der Höhe, dem allmächtigen Vater dar (Canon Missae: in sublime altare). So ist Christus, der Hohepriester des Neuen Bundes und Mittler zwischen Gott und den Menschen, Opfergabe und Opferpriester zugleich (Hebr. 7, 25-9, 28).

Durch Sein heilbringendes Leiden und Sterben hat Christus die menschliche Natur von Sünde und Tod erlöst und mit Gott versöhnt (1 Tim 2, 5-6; Hebr. 10, 1-18). Dieses großartige Geheimnis wird in jeder hl. Messe, ganz gleich ob sie hochfeierlich oder in einfacher Form begangen wird, mystisch, aber dennoch real vergegenwärtigt.

In der hl. Kommunion empfangen wir, was wir zur Ehre Gottes, des Vaters, durch Christus im Heiligen Geist dargebracht haben: den hochheiligen Leib und das kostbare Blut unseres Herrn und Gottes Jesu Christi zur Vergebung der Sünden und zum ewigen Leben; - was für eine segensreiche Gegengabe für das, was wir von seinen Geschenken und Gaben in den Gestalten von Brot und Wein dargeboten haben!