Benediktinisches Klosterleben in Eisbergen an der Weser

Das Benediktinertum an der Weser geht zurück bis in karolingische Zeit, als Ost- und Westkirche noch in Frieden miteinander waren, während hier - im alten Sachsenland - aus Heiden Christen wurden.
Doch zwei epochale Zäsuren machten zunichte, was das Mönchtum und Missionare einst grundlegten und was Generationen von Mönchen über die Jahrhunderte hinweg hegten und pflegten: "Reformation" und Säkularisation. Selbst so berühmte Benediktinerabteien, wie Bursfelde oder Corvey, hörten auf, als klösterliche Einrichtungen zu existieren.
 
Heute, 500 Jahre nach der ersten Säkularisationswelle durch die protestantischen Landesherren und 200 Jahre nach der Enteignung und Auflösung der verbliebenen Klöster im Zeitalter des Umsturzes der alten Ordnung durch Napoleon Bonaparte, sprießt aus dem Baumstumpf des einst nach Sachsen verpflanzten Christentums neues Leben: Im alten Hochstift Minden, fünf Kilometer stromabwärts von Rinteln, wo die Weser sich in Schleifen windet, liegt in ihrem Tal das Kloster Mariä Himmelfahrt zu Eisbergen.

Der Name Eisbergen steht jetzt auch für ein erstes Erwachen benediktinischen Mönchtums im Wesertal.

Der geistliche Mittelpunkt unseres Hauses ist in der Klosterkirche. Dort steht der Hauptaltar mit dem eucharistischen Herrn im Tabernakel. Die vier Seitenaltäre sind dem Heiligsten Herzen Jesu, der Hl. Gottesmutter Maria, dem Hl. Benedictus und dem Hl. Joseph geweiht.


Ebenfalls im Erdgeschoß befinden sich Refektorium, Küche, Rekreation, Kapitelsaal und die Winterkapelle St. Nicolaus sowie eine Oblatenwohnung. Klausur und Gästezimmer liegen im Obergeschoß.